Samana Travel Club

Individuelles Reisen auf der Halbinsel Samana in der Dominikanischen Republik

Der Samana Travel Club – Was steckt hinter der Idee? Mai 7, 2008

samana relax

 

Es gibt heute bereits weltweit echte Samana Fans. Das sind Leute, die hier stets unvergessliche Ferien verbracht haben und aus diesem Grund immer wieder gerne zurückkommen. Das sind Leute, denen Samana schon viele Jahre als Urlaubsregion besonders ans Herz gewachsen ist und die im Lauf der Zeit oft private Beziehungen zur einheimischen Bevölkerung und zu ansässigen Residenten aufgebaut haben. Es sind Menschen, die oft mit dem Gedanken spielen, selber einmal hier zu leben, oder zumindest einen Teil ihrer kostbaren Zeit hier zu verbringen. Sie kennen oder suchen das echte Samana. Für diese Leute wollen wir den Samana Travel Club ins Leben rufen.

 

 

 

Wir beginnen das in unseren eigenen Reihen, sprich mit unseren Forenmitgliedern, alten Stammgästen, Freunden und Bekannten. Viele Hoteliers und Vermieter haben Stammgast – Adresslisten. Ich besitze auch solche Listen.

 

Im europäischen Tourismus nennt man das Stammgast – Marketing. Das ist ein wichtiger Teil der langfristigen Gästepflege. Bald jeder touristische Ort, jede Region und eigens dafür ausgebildete Touristiker machen das mit Erfolg.

 

Auf Samana gibt es noch kein greifendes Stammgastmarketing. Der Samana Tourismus steckt  diesbezüglich in den Kinderschuhen. Es gibt auch kein koordiniertes Marketing – Konzept. Jeder macht was er will oder kann. Marketing ist Privatsache und vor allem ist es hier in französischer Hand. Das war schon immer so, denn französisch sprechende Einwanderer stellen hier die grösste Gruppe dar. Sie waren auch die ersten, die Samana als neue Heimat entdeckt hatten.

 

Das touristische Angebot wird stattdessen seit ein paar Jahren mehr und mehr von Touristik – Konzernen und deren eigenen Hotelketten verdrängt und somit fremdbestimmt. Sie pumpen Unmengen an Geld in die Region was wiederum den politischen Verantwortlichen sehr recht ist, weil sie daran sehr gut verdienen, ohne einen Finger krumm zu machen. Leicht verdientes Geld also. Man spricht heute unter Touristen nicht mehr von Samana als einem Ganzen, sondern von einem bestimmten Hotel und dem dazugehörigen Strand oder Strandabschnitt. Gemeint ist der anhaltende und massive Ausbau des touristischen Modells „All inklusive“.  Die Dominikanische Republik ist wie Mexiko oder Cuba eine All Inklusive Hochburg im karibischen Raum. Diese Urlaubsform ist für viele Menschen einigermaßen erschwinglich. Aber sie hat ihre klaren Schattenseiten. Andere karibische Inseln bauen seither auf Qualität und Exklusivität. Siehe Dominica, Gouadeloupe, St. Vincent, die Grenadinen, Bequia, St. Lucia oder Barbados.  Auch dort gibt es grosse und kleine Hotels und vor allem reine Luxushotels. Aber die haben im Gegensatz zur Dominikanischen Republik aber auch ihren Preis und sind somit in einer ganz anderen Liga. Dort findet man exzellentes Personal, Qualität in Hülle und Fülle und eine ausgesuchte Kundschaft, die das schon lange zu schätzen weiss. Eine Art geschlossene Gesellschaft, die gerne unter sich bleibt. Aber zurück zu Samana.

 

Durch die immer bessere Verkehrsanbindung an die Ballungsgebiete des Landes boomt als zweiter Megatrend neben dem Modell „All Inklusive“ der gehobene Binnentourismus. Es entstehen für eine zahlungskräftige, inländische  Kundschaft immer mehr luxuriöse und große Überbauungen mit Eigentumswohnungen und Appartements. Diese Anlagen stehen wie überall auf der Welt die meiste Zeit leer. Diese beiden Entwicklungen zusammen sind für die touristische Region Samana sehr bedenklich. ´Denn schon heute locken diese luxuriösen Überbauungen auch immer mehr Kriminelle von auswärts an. Private Wachgesellschaften haben im Gegensatz zum Tourismus das ganze Jahr über Hochkonjunktur.

 

Die kleinen, privaten Hotels werden durch die Veränderungen auf dem internationalen Reisemarkt und durch inländische Anbieter oftmals unrentabel und gehen eines nach dem anderen stillschweigend unter. Zum Teil werden sie angerissen und stattdessen entstehen auf den freigewordenen Strandgrundstücken immer mehr Luxushotels und exklusive Ferienanlagen. Samana ist schon eine Weile sehr teurer geworden und verliert so seinen ursprünglichen Charme. Samana verliert so auch seine alte und stets begeisterte Kundschaft. Neu trifft man hier Amerikaner, Israelis, Asiaten, Araber, reiche Südamerikaner und Russen.

 

Ein wichtiger Grund für den Gästeschwund in der privaten Hotellerie sind die zum Teil veralteten Hotels und deren überholte Konzepte. Wenn es einer wirklich geschafft hat beobachtet man oft das Ausruhen auf den (vermeintlich) erworbenen Lorbeeren. Das bringt für die kleinen Betriebe auf dem heute hart umkämpften Markt nicht mehr den nötigen Umsatz und Erfolg. Hinzu kommt, dass heute auch die Halbinsel Samana (als Teil des Dominikanischen Tourismus) in direkter Konkurrenz mit der ganzen touristischen Welt steht. Neue Konzepte und die gestiegenen Kunden – Ansprüche der in der Überzahl reisenden Pauschaltouristen verändern zusätzlich den Markt. Die Preise für nur Flüge sind durch die Rohölpreise ebenfalls ins Astronomische gestiegen. Die Dominikanische Republik will schon eine ganze Weile weg vom Image des karibischen Billigtourismus. Das ist sicherlich nicht falsch. Das Umdenken findet aber vor allem bei den solventen Tourismus – Konzernen statt. So manches große Hotel rüstet im „Krieg der Sterne“ kräftig auf.

 

Die betroffenen Orte auf Samana haben derzeit noch ganz andere Probleme. Sie hinken wegen fehlender Infrastruktur meilenweit hinter einem normalen Standard hinterher. Staatliche Hilfe kann sich das Land nicht leisten. So liegt praktisch alles in den Händen privater Investoren. Korruption und unlautere Mittel sind darum leider an der Tagesordnung. Hemmungsloser Kapitalismus zeigt sich hier von seiner hässlichsten Seite. Hier gilt es, den richtigen Konsens zu finden. Um einen Konsens zu erreichen, müssen in einer Gruppe alle Beteiligten die Gelegenheit haben, ihren Widerspruch gegen die Entscheidungen anderer zu äußern. Hier aber kommen nur wenige zu Wort. Hohe Qualität und zumindest gleich bleibend gute Leistung sind heute im Tourismus entscheidend. Es braucht mehr echte und gute Hoteliers und Politiker, welche mit beiden Beinen auf dem Boden stehen.  Ihre Aufgabe ist es, die Kundenwünsche und Bedürfnisse ihrer Gäste und Bürger genau  im Auge zu behalten. Machbarkeit ist gefragt. Der hier seit einiger Zeit praktizierte Größenwahn ist darum total fehl am Platz und wird sich in Zukunft rächen.

 

Es gibt auf Samana eine lange Liste von gescheiterten Projekten. Falsche Ansätze gibt es heute auf Samana auch mehr als genug. Entscheidend für einen Erfolg im Tourismus  ist eine funktionierende Infrastruktur. Diese besteht hier und heute höchstens in Fragmenten. Das hat nichts mit dominikanischem Laissez-faire zu tun. Das ist ein politisches Problem.  Las Terrenas ist schon länger das beste Beispiel für chaotische Ortsplanung. Leider ist keine Besserung in Sicht.

 

Samana ist an und für sich recht überschaubar und die einzelnen Orte bieten zum Teil ganz verschiedene, und einzigartige touristische Highlights. Hier ist für jeden was dabei. Bei uns kann man schon heute Traum – Urlaub von „ganz einfach bis Luxus pur“  machen. Ich spreche bewusst nicht von All Inklusive Anlagen. Ich selber habe vor Jahren Samana individuell als Tourist kennen gelernt. Damals begeisterten mich die Herzlichkeit der Menschen und die unverbrauchte Natur. Das war Karibik – Fehling pur. Las Terrenas war damals wie ein Rohdiamant. Mann müsste ihn nur richtig schleifen, dachte ich damals. Heute hat sich alles extrem verändert. Die ehemalige Herzlichkeit geht im ständigen Kampf um ein lebenswertes Leben verloren. Die intakte Landschaft weicht mehr und mehr den Baggern. Es ist einfacher, ein Haus abzureisen, als ein neues zu bauen.

 

Trotz allem besteht auch heute noch die Möglichkeit, einen neuen, individuellen Tourismus zu lancieren. Um diesen neuen Tourismus geht es in diesen Beiträgen. Ich beleuchte das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln.

 

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